Am vergangenen Wochenende fand in New Plymouth (Neuseeland) die mit Spannung erwartete Rückkehr des Bepanthen New Zealand Tattoo & Art Festival statt, das traditionell im TSB Stadium ausgetragen wird. Der Organisator der Veranstaltung, Brent Taylor, gab den Besuchern den einfachsten Rat: „Komm einfach vorbei und lass dich tätowieren.“ Es wird erwartet, dass das Festival an zwei Tagen zwischen 4000 und 6000 Menschen anzieht, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation, die laut Experten sogar zu einem wachsenden Interesse an kleineren Tätowierungen führen könnte.
Tattoo-Nachrichten
Elektrikerin des Jahres: Wie eine Tätowierung zum Symbol des Sieges über die Krise wurde
Die Elektrikerin Gina York hat ein beispielloses Maß an Hingabe an ihr Handwerk bewiesen und ein persönliches Trauma in ein unauslöschliches Symbol auf ihrer Haut verwandelt. Dieser Akt der Gemeinschaftstreue blieb nicht unbemerkt: Am 25. November 2025 wurde Gina auf der On The Tools Awards 2025 Zeremonie mit dem prestigeträchtigen Titel „Elektrikerin des Jahres“ ausgezeichnet. Ihre Geschichte ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Body-Art nicht nur zur Dekoration, sondern auch zu einem kraftvollen Manifest der Widerstandsfähigkeit, Dankbarkeit und beruflichen Identität dienen kann.
4600 Meilen für die Wurzeln: Ein Amerikaner kehrt für ein Tattoo nach Coventry zurück
Mark Rushworth, ein gebürtiger Coventry-Bewohner, der in den USA lebt, unternahm eine beeindruckende Reise von 4600 Meilen, um sich ein Tattoo stechen zu lassen, das zu einer ewigen Hommage an seine Heimatstadt werden sollte. Der Mann, der 2007 nach Colorado zog, hegte jahrelang die Idee, seine britischen Wurzeln zu verewigen, und wählte dafür nicht einen amerikanischen Künstler, sondern eine lokale Künstlerin aus Coventry – Clarissa Miller, bekannt als Red Riz. Dieser Fall zeigt eindrucksvoll das wachsende Phänomen des Tattoo-Tourismus, bei dem Authentizität und emotionale Verbindung zum Künstler oder Ort wichtiger werden als geografische Erreichbarkeit.
Tätowierungen als „erschwerender Umstand“: Australische Parlamentsabgeordnete wegen Vergangenheit und Körperkunst schikaniert

Schockierende Enthüllungen erschütterten das Parlament des australischen Bundesstaates Victoria. Georgie Purcell, eine 33-jährige Abgeordnete der Animal Justice Party und eine offene Befürworterin der Tattoo-Kultur, hat öffentlich von jahrelanger sexueller Belästigung und Verleumdung am Arbeitsplatz berichtet. Ihren Angaben zufolge nutzten ihre politischen Kollegen ihre umfangreichen Tätowierungen und ihre frühere Tätigkeit als Stripperin als direkten Grund für „Slut-Shaming“ und Schikanen.
Gedenken auf der Haut: Warum Tätowierungen mit der Asche Verstorbener zur persönlichsten Form der Trauer wurden
Die Idee, das Andenken an einen geliebten Menschen zu verewigen, indem man seine Asche mit Tätowierfarbe vermischt, ist keine Randerscheinung mehr, sondern etabliert sich fest in der Mainstream-Tattoo-Kultur. Was früher als tabu oder sogar mystisch galt, wird heute zu einer tief persönlichen und greifbaren Art des Abschieds und der Aufrechterhaltung einer Verbindung. Dieses Phänomen, bekannt als „Kremationstätowierungen“ (cremation tattoos), spiegelt einen globalen Wandel in der Einstellung zu Trauer und Gedenken wider.