Jeder junge Anwalt hört früher oder später dasselbe – nicht schriftlich, sondern durch Blicke, Bemerkungen beim Kaffee oder besorgte Kommentare von Verwandten, die ein Foto im Netz sehen: „Sieh mal, was du der Öffentlichkeit aussetzt.“ Normalerweise wird dies als Sorge um die Karriere getarnt. Aber wenn man genauer hinsieht, steckt hinter diesem Rat eine ganz andere Geschichte – darüber, wie eine Person aussehen sollte, der man das Schicksal anderer anvertraut. Und ein Tattoo auf dem Unterarm, bunte Haarsträhnen oder Piercings sind in dieser Geschichte nicht Kompetenz, sondern ein visueller Code des Vertrauens.