Tätowierungen sind nicht nur Schmuck oder eine Modeerscheinung. Im Kontext alter Zivilisationen waren sie eine sakrale Sprache, die den sozialen Status, die religiöse Hingabe und den Lebensweg eines Menschen widerspiegelte. Einen besonderen Platz in der Geschichte der Körperkunst nehmen die Tätowierungen des präkolumbianischen Amerikas ein, insbesondere die monumentalen und symbolisch aufgeladenen Darstellungen, die für die Kulturen der Maya und Azteken (Mexiko) charakteristisch sind. Die Erforschung dieses Erbes ermöglicht es uns, tief in die philosophischen und kosmologischen Vorstellungen einzutauchen, die der Kunst dieser großen Imperien zugrunde lagen.