Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien waren von einem unerwarteten Triumph tiefgreifenden historischen Symbolismus über den üblichen Pop-Glanz geprägt. Die kroatische Gruppe Lelek, die den nationalen Vorentscheid „Dora 2026“ souverän gewann, präsentierte ein Projekt, das weit über den Musikwettbewerb hinausgeht. Ihre Komposition „Andromeda“ ist nicht nur moderner Ethno-Pop, sondern ein kraftvolles visuelles und semantisches Manifest, das die einzigartige Tradition der Tätowierungen kroatischer katholischer Frauen, bekannt als „Sicanje“ (Sitsanje), wiederbelebt. Das Bühnenbild des Kollektivs wurde zu einer wahren Erforschung der nationalen Identität, festgehalten in Tinte auf der Haut.