Die moderne Tattoo-Kultur ist längst nicht mehr nur eine Frage der Ästhetik oder des Selbstausdrucks, sondern hat sich zu einem Objekt intensiver wissenschaftlicher Forschung entwickelt. Während Künstler die Realismus-Technik verfeinern und Kunden Entwürfe auswählen, versuchen Wissenschaftler zu verstehen, wie die Anwesenheit von Fremdpigmenten in der Dermis über Jahre hinweg die komplexen Mechanismen unseres Immunsystems beeinflusst. In dieser Woche wurde die Fachwelt von den Ergebnissen einer neuen Studie des Instituts für Biomedizin (USI) in der Schweiz aufgerüttelt. Experten haben herausgefunden, dass der übliche Prozess des Tätowiertwerdens einen spezifischen biologischen Hintergrund im Körper schafft, der die Wirksamkeit moderner Impfstoffe, einschließlich der COVID-19-Impfstoffe, direkt beeinflussen kann.