Tätowierungen in Japan: Vom kriminellen Stigma zur anerkannten Kunst

Тату-мастер в маске и черной кепке, держащий тату-машинку, работает над татуировкой на животе клиента, лежащего на кушетке. На стене позади видны эскизы в стиле японской татуировки.

Japan bleibt eines der umstrittensten Länder auf der globalen Landkarte der Tattoo-Kultur. Einerseits bewundert die Welt das japanische Irezumi-Kunstwerk, andererseits stoßen Menschen mit Körperbemalungen im Inland immer noch auf strenge Diskriminierung. Der Besuch von öffentlichen Bädern, Schwimmbädern oder Fitnessstudios ist für Menschen mit Tätowierungen oft verboten. Dieses soziale Stigma hat seine Wurzeln in der Edo-Zeit (1603–1868), als Tätowierungen als Kennzeichen für Kriminelle verwendet wurden und später zu einem integralen Bestandteil der Yakuza wurden. Heute erlebt die Branche jedoch tektonische Verschiebungen und versucht, die hohe Kunst endgültig von ihrer kriminellen Vergangenheit zu trennen.

Weiterlesen